Raumakustische Kriterien

Deutlichkeitsgrad in einem Kuppelsaal

Berechneter Deutlichkeitsgrad in einem Kuppelsaal mit eingehängtem Segel. Der Sprecher steht in dem hellen Quadrat. In den orangen und gelben Zonen ist er sehr gut zu verstehen, in den grünen gut, in den bläulichen weniger gut.

Es gibt eine ganze Reihe von raumakustischen Kriterien, von denen hier nur einige stellvertretend vorgestellt werden sollen. Sie sind alle geschaffen worden, um subjektive Klangeindrücke in ein objektives Maß zu fassen. Alle raumakustischen Kriterien lassen sich aus der Raumimpulsantwort bestimmen. Die Raumimpulsantwort ist die akustische Antwort eines Raumes, wenn er mit einem kurzen Knall (genauer: einem Diracschen Stoß) angeregt wird. Die Raumimpulsantwort gilt dabei immer für eine bestimmte Kombination aus Sende- und Empfangsposition. Folglich gelten auch die daraus abgeleiteten raumakustischen Kriterien immer nur für bestimmte Positionen der Schallquelle und des Zuhörers.

Deutlichkeitsgrad:
Der Deutlichkeitsgrad ist ein Maß für die Deutlichkeit eines Sprechers. Er gibt an, wie gut der Vortragende an einem bestimmten Zuschauerplatz verstanden werden kann.

RASTI:
RASTI (Rapid Speech Transmission Index) ist ein Maß, das angibt, wie gut die Übertragung von Sprache zu verstehen ist. Es wird in der Beschallungstechnik verwendet, da es den Störschall von externen und internen Quellen berücksichtigt. Externe Quellen können beispielsweise Geräusche auf einem Bahnhof sein. Interne Quellen sind unter anderem das Rauschen von Verstärkern und die harmonischen Verzerrungen von Lautsprechern.

Klarheitsmaß:
Das Klarheitsmaß ist eine Größe für die Klarheit von Musik. Es wird für große Räume wie Kammermusik- und Konzertsäle benutzt. Für eine Beurteilung der Musikwiedergabe über Lautsprecher in Tonstudios oder Hifi-Hörräumen ist es nicht geeignet.

Seitenschallgrad und Bassverhältnis:
Der Seitenschallgrad gibt an, wie sehr man sich von der Musik im Konzertsaal eingehüllt fühlt. Das Bassverhältnis beschreibt die Wärme des Klangbildes.