Mikroperforierte Diffusoren (MPD)

Mikroperforierter Diffusor

Mikroperforierter Diffusor aus 7 Streifen

Transparenter mikroperforierter Diffusor

Transparenter mikroperforierter Diffusor vor dem Außenfenster eines Regieraumes

Detailansicht eines MPD

Detailansicht des obigen MPD

Die mikroperforierten Diffusoren (MPD) bestehen aus einzelnen nebeneinander liegenden streifenförmigen mikroperforierten Resonatoren, die auf unterschiedliche Resonanzfrequenzen abgestimmt werden. Dadurch erhält man, wie bei den Phasengittern aus Helmholtz-Resonatoren, nebeneinander liegende Bereiche mit unterschiedlicher Wandimpedanz, die eine einfallende Welle diffus streuen.

Die Resonanzfrequenzen der einzelnen Streifen folgen beim mikroperforierten Diffusor den gleichen pseudostochastischen Zahlenfolgen, die zur Konstruktion von Schroeder-Diffusoren verwendet werden. Aus akustischer Sicht sind die unterschiedlich tiefen Streifen der Schroeder-Diffusoren λ/4-Hohlraumresonatoren. Die Tiefe der Streifen entspricht dem Viertel der Wellenlänge einer Schallwelle, die den Resonator an seiner Resonanzfrequenz anregt. Beim mikroperforierten Diffusor werden statt λ/4-Hohlraumresonatoren mikroperforierte Resonatoren mit gleicher Resonanzfrequenz eingesetzt.

Die mikroperforierten Diffusoren haben etwas schlechtere Streueigenschaften als die zugehörigen Schroeder-Diffusoren, benötigen dafür aber wesentlich weniger Bautiefe. Sie können aus vielen verschiedenen Materialien hergestellt werden, unter anderem auch aus Acrylglas.